Geologie
Was ist unter dem Begriff Geologie zu verstehen?
Das Wort Geologie stammt aus dem Altgriechischen und heißt ins
Deutsche übersetzt Erde und Lehre. Die Geologie beschäftigt sich
als eigenständige Wissenschaft mit dem Aufbau, der Zusammensetzung
sowie der Struktur der Erde. Es geht hierbei um die physikalischen
Eigenschaften der Erde, ihre Entwicklungsgeschichte sowie die
Prozesse, die sie formten und auch heute noch verändern. Im Jahr
1779 wurde die Bezeichnung Geologie als feststehender Begriff
eingeführt. Geologen beschäftigen sich also in den meisten Fällen
mit dem Gestein der festen Erdkruste oder in der Hydrogeologie mit
dem in der Erde gespeicherten Wasser oder in der Petrogeologie mit
dem Erdöl und Erdgas.
Wie genau sieht die Arbeit von Geologen aus?
Anhand der räumlichen Zusammensetzung zwischen den einzelnen
Gesteinsschichten und der Zusammensetzung der einzelnen Gesteine
können die Geologen erkennen, unter welchen Bedingungen sie
entstanden sind. Ein Geologe kann alle wichtigen Informationen über
die verschiedenen Rohstoffe wie beispielsweise Metallerze, Sand,
Kies und Ton nachweisen und erschließen. Außerdem sind die Geologen
für die Sicherung von Trinkwasser sowie Energierohstoffen und auch
Silizium verantwortlich. Desweiteren können Geologen Baugrund
erkunden und feststellen ob auf dem Baugrund Setzungen, Rutschungen
oder Grundbrüche vorkommen können. Alle offen zugänglichen Gesteine
kann ein Geologe im Gelände oder unter Tage aufgrund der sichtbaren
Merkmale nach Einheiten einteilen. Diese Einheiten kann er dann auf
einer geologischen Karte oder innerhalb eines geologischen Profils
darstellen. Mit Hilfe von Exploration kann ein Geologe bestimmen,
wie die Gesteine im Untergrund gelagert waren. Um die Gesteine
genauer zu untersuchen, werden kleinste Gesteinsteile – auch
Mineralien genannt – unter dem Mikroskop im Labor untersucht. Mit
Hilfe dieser detaillierten Untersuchung kann der Geologe mehr Daten
und Fakten ermitteln.
Der historische Ursprung der Geologie
Schon in der Antike hatten die Menschen ein gewisses Wissen über
mineralische Rohstoffe sowie deren Abbau und Verwendung. Bis in die
frühe Neuzeit hinein war man von der Lehre des Empedokles und
seinen vier Elementen sowie von den Ansichten des Aristoteles über
die Transmutation der Elemente. Mit dem Niedergang des Römischen
Reiches gingen diese ersten Kenntnisse erst einmal in Westeuropa
verloren. Erst während des 12. und des 13. Jahrhunderts haben sich
Alchemisten der Bildung von Metallen und Gesteinen im Erdinneren
zugewandt. Paracelsus und Georgius Agricola konnten anhand
empirischer Daten und praktischer Methoden die Behauptungen
stützen. Im 17. Jahrhundert wurde dann aus diesen Ansätzen die
Proto-Geologie entwickelt. 1669 entwickelte Nicolaus Steno dann das
stratigraphische Prinzip, welches besagt, dass es sich um eine
zeitliche Abfolge von Gesteinsablagerungen nacheinander handelt.
Die eigentliche historische Geologie versucht die Geschichte der
Erde zu erforschen – also von Beginn ihrer Entstehung bis zur
heutigen Gegenwart.